Am Rande: Visionlabsprojekt

10.11.20

Wenn sich Wuppertaler Industrial Design Studierende mit Rändern beschäftigen, dann geht es nicht nur um Ecken, Kanten und Winkelschrägen. In dem Projekt Am Rande, das uwid-Professor Andreas Kalweit zusammen mit seiner Kollegin Anne Kurth betreute, lag der Fokus auf Menschen „am Rande“ der Gesellschaft.
Dass auch Social Design zu den Bereichen gehört, mit denen sich Industrial Designer beschäftigen, mag überraschen; Professor Kalweit hat aber eine einleuchtende Erklärung: „Designer_innen können sich gut eindenken. Wir designen nicht einfach irgendetwas Schönes, sondern wir schauen erst einmal, ob überhaupt ein Bedarf da ist und gestalten dann etwas Sinnvolles!“ und fügt hinzu: „Produkte haben immer auch eine soziale Komponente“.
Für das Vorhaben, das in Kooperation mit der Hochschule Düsseldorf durchgeführt wurde, interviewten die Studierenden über mehrere Monate Obdachlose, um mehr über deren Alltag und Leben zu erfahren. Nach dieser Recherche wurden Probleme deutlich – Designer/innen nennen sie Potentiale – zu denen sie Lösungen fanden.
So entwickelte ein Student beispielsweise zu dem Potential Erreichbarkeit von Wasser ein Model, das auf das bestehende Wassernetz der Unterflurhydranten sowie auf den Strom der Straßenlaternen zurückgreift und so die vorhandene Infrastruktur nutzt. Der dazu gestaltete Wasserspender ließe sich nach Bedarf auch abbauen, warten und ggfls. an anderer Stelle wieder aufbauen.
Das vollständige Gespräch lesen Sie auf der Seite der Tranferstelle der Uni Wuppertal.